Senegalhilfe-Verein e. V.

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November 2021

 

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und ich möchte mich gerne für alle Hilfe und das Interesse an unserer Arbeit bedanken. Sie machen uns, wie immer, Mut zur Weiterarbeit. Da ich meinen Mann nicht mehr alleine lassen wollte, war ich im Januar 2019 zum letzten Mal in Senegal. Nun bin ich seit 11. Mai 2020 alleine, aber durch Corona war an Reisen in andere Länder nicht zu denken. Ich bin dankbar, dass kompetente Mitarbeiter/innen im Januar 2020 noch einmal dort waren.

Zu meinem großen Bedauern konnten wir unser 35jähriges Jubiläum im April 2020 nicht feiern.  Nun planen wir unser Fest

„37 Jahre Senegalhilfe-Verein e.V.“ am 23. April 2022 in Kaiserslautern

mit Mitarbeitern, Mitgliedern, Freunden und Spendern zu feiern. Teilnehmen werden auch der Botschafter der Republik Senegal, Monsieur Dr. Sall und unser langjähriger Freund, General Mahamadou Keita. Wenn wir das Fest trotz Covid-19 verwirklichen können, werden die Einladungen mit dem nächsten Rundbrief, hoffentlich nach einem weiteren Arbeitsaufenthalt im Januar, bei Ihnen ankommen. Ein Wiedersehen wäre sehr schön, zumal auch zwei senegalesische Mitarbeiter kommen werden. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Die Arbeit in Senegal ist auch ohne unsere Besuche gut weitergegangen. Wir haben zuverlässige Mitarbeiter und alle unsere Projekte sind gemeinsam so konzipiert, dass sie nach einer gewissen Zeit von den einheimischen Mitarbeitern selbstständig geleitet werden können. Unsere Geduld und unsere Graswurzelarbeit haben Früchte getragen. Im Lepradorf Peycouck sind die Kinder nun offiziell in die beiden neuen Klassenzimmer eingezogen. Sie wurden schon bezogen bevor die Räume gestrichen waren, denn die Kinder wurden im Freien unterrichtet und die Lehrer und Kinder konnten es nicht mehr abwarten, in die neuen, zweckmäßigen Räumen einzuziehen. In den Ferien wurden sie dann fertiggestellt und ich freue mich sehr auf den Besuch in Peycouck. Auch der dreiklassige Kindergarten mit Nebenräumen, Umfassungsmauer und einem großen Hof mit Spielgeräten in dem Städtchen Sandiara ist fertiggestellt. Ebenso die erneuerte Umfassungsmauer des Behindertenzentrums in Mbour. Dieses Zentrum war das erste größere Projekt, das der Senegalhilfe-Verein gebaut und eingerichtet hat. Es wurde gebaut und eingerichtet für körperbehinderte Jugendliche, die in der Stadt keine Lobby hatten und auch kaum Möglichkeiten etwas zu lernen. Die meisten von ihnen saßen im Sand am Straßenrand und hatten keine Chancen. Es war viel Engagement und gemeinsame Planungsarbeit notwendig, das Zentrum zu einem pädagogisch geführten Ort mit Lehrwerkstätten auszugestalten, ein Internat anzugliedern und es in die Hände des Behindertenverbandes zu geben. Das ist nun schon fast 30 Jahre her. Ähnlich arbeitsintensiv war das Projekt “Marmeladeproduktion aus einheimischen Früchten für Frauen“. Es gäbe viel zu erzählen von dem Dorf Louly-Ndia für Flüchtlinge aus Mauretanien. Ein ganzes Dorf mit kleinen Häusern, Infrastruktur und mit Arbeitsmöglichkeiten zu errichten war ein großes Abenteuer, das wir uns so nicht vorgestellt hatten. Wir arbeiteten dort sehr lange und mit viel Geduld, bis es ein echtes senegalesisches Dorf wurde und kein Fremdkörper mehr war. Louly-Ndia hat alle notwendigen Strukturen wie Schule, Kindergarten, Entbindungsstation und ein „Poste de Santé“, wovon auch die umliegenden Gehöfte und kleinen Dörfer profitieren.

Ein weiteres zeitaufwändiges Arbeitsfeld sind unsere Patenschaften. 116 Kinder haben deutsche Pateneltern gefunden, was für die betroffenen Kinder, insbesondere für behinderte Kinder, ein großes Glück ist. Die Patenschaftsarbeit ist ein sehr arbeitsintensiver Zweig unseres Vereins, der nach der Erkrankung von Frau Ursula Jung und dem Tod unserer Mitarbeiterin Elli Senol mit großem Einsatz von Frau Rita Kühle und Frau Karin Wüst weitergeführt wird.

Die von uns im Jahr 2000 gegründete Senegalhilfe-Stiftung hat sich gut entwickelt. Ich bin froh und dankbar, dass unsere Projekte durch diese finanzielle Absicherung nachhaltig sein können und so einer guten Zukunft entgegensehen. Allen die dazu beigetragen haben, sei auf diesem Weg herzlich gedankt.

Ich schließe meinen Brief und sage sehr herzlichen Dank für alle Hilfe und die Begleitung seit vielen Jahren, auch in dieser schwierigen Coronazeit.

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame und schöne Adventszeit, frohe Feiertage und alles Gute.

Ihre dankbare

Doris Racké

Senegalhilfe-Stiftung       Konto Nr. 222 77          BLZ 54050220 Kreissparkasse Kaiserslautern    IBAN: DE25 5405 0220 0000 0222 77

Senegalhilfe-Verein e. V.  Konto Nr. 922 229        BLZ 54050220 Kreissparkasse Kaiserslautern    IBAN:  DE15 5405 0220 0000 9222 29