Senegalhilfe-Verein e. V.

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Liebe Freundinnen Liebe Freunde,                                                                                                                                          November 2022

In diesem Brief möchte ich Sie über die neue Situation in unserem Senegalhilfe-Verein e.V. informieren. Am 14. Oktober 2022 fand unsere jährliche Mitgliederversammlung mit Wahl des gesamten Vorstandes in Trippstadt statt. Nach 37 Jahren habe ich das Amt der Vorsitzenden des Vereins niedergelegt. „Alles hat seine Zeit“, ein wahres Wort aus der Bibel und danach habe ich nach reiflicher Überlegung gehandelt. Die Mitglieder des Vorstandes sind alle wiedergewählt worden und haben das Mandat angenommen. Die neue Vorsitzende ist Frau Cordula Eckenfels aus Frankenthal, die mehrmals mit mir in Senegal gearbeitet hat und sich auf die neue Aufgabe freut. Unsere senegalesischen Mitarbeiter haben erwartungsvoll einen Tag später angerufen und freuen sich, dass Frau Eckenfels die neue Präsidentin ist und mit mir am 6. Januar nach Senegal fliegt. Wir werden gemeinsam mit 6 Mitarbeiterinnen des Vereins die Projekte besuchen und auch den Übergang der Vereinsführung mit den Freunden besprechen. Als gewählte Ehrenvorsitzende habe ich nun die große Verantwortung abgegeben, kann wenn gewünscht Ratschläge geben und beruhigt in „Rente“ gehen.

In Senegal gab es eine gute Regenzeit. In Dakar war sie sehr heftig und es gab größere Überschwemmungen und auch ein Teil unseres Zentrums in Mbour stand mit „den Füßen“ im Wasser. Die Bauern sind froh und alle Brunnen haben wieder reichlich Wasser. Die Hirse- und Erdnussernten sind gut und die Rinderherden finden in der Savanne genügend Futter. Im Behindertenzentrum Mbour hat eine Hilfsorganisation einem Groupement körperbehinderter Frauen eine Hirsemühle übergeben.  Wir haben den Raum zur Verfügung gestellt und die Frauen sind dankbar und froh. Können sie doch jetzt den Frauen, die nicht allzu weit entfernt wohnen das Stampfen der Hirse abnehmen und außerdem dadurch auch etwas verdienen.

Durch den großen Regen sind die Bauarbeiten der neuen Schule in Mbour und auch in Sandiara langsamer fortgeschritten als geplant. Das ist unerfreulich, denn die Kinder und Lehrer warten ungeduldig auf ihre neue Schule. Aber das müssen wir akzeptieren. Sonst geht alles in den Projekten einen guten Weg. Christoph Quartier wird sich im Januar um mögliche Stromersparnisse in den Werkstätten kümmern. Das wird das Leben der Schneider erleichtern. Die Stromrechnungen werden geringer werden. Die Situation in dem westafrikanischen Land ist durch die Pandemie schlechter geworden. Vor allem auch die hohen Preise, machen den Menschen das Leben schwer. Alles ist teurer geworden!  Das stellen wir bei den Materialkosten für Reparaturen und bei unserem Schulbau fest. 

Nicht nur für die vielen kinderreichen Familien, auch für die Familien aus der kleinen Mittelschicht ist der Alltag schwierig geworden. Das Schulgeld und die einfachen Schulbücher, Miete und vor allem Medikamente sind kaum erschwinglich. Vor allem auch die täglichen Kosten für die Ernährung der Kinder aufzubringen ist für viele Mütter eine rechte Plage.

Trotzdem stellen wir fest, dass sich Vieles in den letzten Jahren verbessert hat. Neue Straßen, Autobahnen, auch ein großes Industriegebiet bei Dakar, wodurch Arbeitsplätze geschaffen wurden. In Dakar gibt es nun auch zahlreiche Mehrfamilienhäuser.

Die Kleinbauern in den Dörfern und Gehöften sind sehr arm. Wenn der der Regen ausbleibt, oder nur wenig fällt, und die Brunnen nicht genug Wasser haben bis zur nächsten Regenzeit, ist ein großer Mangel angesagt. In diesem Jahr haben sie es leichter, denn die Ernte war gut.  In unserem Landwirtschaftlichen Ausbildungszentrum können wir einigen jungen Leuten helfen, aber nur wenigen.

Wenn ich über Vieles was uns begegnet nachdenke, dann erkenne ich immer wieder dankbar, wie gut es uns hier in Deutschland noch immer geht.  

Nun beginnt bald die Adventszeit und ich wünsche Ihnen eine ruhige Zeit ohne Stress. Es kann so eine schöne Zeit sein, wenn wir richtig mit ihr umgehen.

Ich danke für Ihre Zuwendungen und alle Hilfe im Jahr 2022. Ohne Ihre Hilfsbereitschaft wäre in Senegal nicht soviel entstanden und viel Not wäre nicht gelindert worden.

Ein fröhliches und gesundes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Ihre

Doris Racké und Cordula Eckenfels

 

Senegalhilfe-Stiftung       Konto Nr. 222 77          BLZ 54050220 Kreissparkasse Kaiserslautern    IBAN: DE25 5405 0220 0000 0222 77

Senegalhilfe-Verein e. V.  Konto Nr. 922 229        BLZ 54050220 Kreissparkasse Kaiserslautern    IBAN:  DE15 5405 0220 0000 9222 29 

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