Kurzbericht über den Aufenthalt in Senegal vom 5. – 19. Januar 2020

Von Cordula Eckenfels

Unsere Reisegruppe: Rudi Kochenburger, Fritz Schneider, Dr. Johanna Becker, Pauline Kaeller, Gerlinde Mullen und Cordula Eckenfels

Während den Projektbesuchen wurde ich fast immer von Rudi Kochenburger und Fritz Schneider begleitet

Behindertenzentrum MBour:

Das kleine Atelier in der Annexe sowie der Vorraum wird von DAHW genutzt. Frau Mareme Faye bildet dort jeweils für ein Jahr Behinderte aus, die lernen Stoffe, Taschen und Papier zu bedrucken. Danach folgt eine Ausbildung für die Behindertenwerkstatt in Thies und Tivaoune.

Rollstühle

Rudi Kochenburger überprüfte die Rollstühle und hat viele repariert.

Mädchenklasse im Zentrum:

Pauline Kaeller und Gerlinde Mullen haben sich um die Mädchen in der Klasse gekümmert. Viele der Mädchen sind Analphabetinnen. Ein strukturierter Lehrplan wäre erforderlich anhand dessen die Lehrerinnen dann arbeiten könnten. Doris Horbach hat ihn erstellt und übt ihn mit den Lehrerinnen ein.

Internat des Zentrums:

2 Fernseher habe wir, auf Wunsch von Tamsir, reparieren lassen.

Einkauf bei Buchbinder und Schneider:

Von dem Buchbinder und in den 3 Schneider-Ateliers wurden Taschen usw. für den Verkauf in Deutschland gekauft. 

Krankenstation im Zentrum:

Frau Dr. Johanna Becker hat bis zu ihrer Erkrankung mit der examinierten Krankenschwester Kumba in der Sprechstunde mitgearbeitet und sich um schwere Kranke und Familienplanung gekümmert. Kumba ist auch diejenige, die Reis an Bedürftige verteilt. Ihr haben wir 2 Säcke Reis und 75.000 CfA gegeben.

Der Kindergarten Ècole Maternelle im Zentrum wurde von uns besucht.

Peycouck/Lepradorf

Gemeinsam mit Mbaye Ly, Fritz Schneider und Rudi Kochenburger haben wir Peycouck besucht,wo wir vom Direktor durch alle Klassen geführt wurden und Lehrern und Schülern vorgestellt wurden. Fritz Schneider als Architekt, hat die Bausubstanz überprüft und festgestellt, dass die Klassenräume saniert werden müssen.

Maternité in Peycouck

Monatlich werden in dieser Einrichtung 10-12 Kinder geboren. Nach Aussage der Krankenschwestern fehlt es an Geld, da die Gebühren für die Geburten sehr niedrig sind.

Behindertenzentrum Thies

Hier haben wir alle Abteilungen besucht und abschließend zusammen mit Mbaye Ly eine kleine Reunion durchgeführt, wobei wir für Kermes, Behindertenverband usw. die Kosten übernommen haben. Bei den Buchbindern sollte die Schneidemaschine repariert werden. Für die Schneiderei haben wir 48 m Stoff in verschiedenen Mustern abgegeben. Dem Sanitäter konnte wir leider kein Geld aushändigen, da die Bedarfsliste, die er uns vorgelegte, keine Preisangaben hatte.

Louly Ndia

Der Direktor der Schule hat uns durch alle Klassen geführt und Schülern und Lehrern vorgestellt. Die Schule möchte eine Pumpe, um den Garten bewässern zu können. Die Toilettenanlage war zum Teil kaputt. Fritz Schneider hat sie sanieren lassen. Ebenso ist ein Großteil der Mauer am Kindergarten eingestürzt. Hier wollen wir helfen.

Poste de Santé

Der Leiter Herr Diam war sehr nett und hat uns durch alle Räume geführt. Alle Liegen sind frisch bezogen. Die Apotheke war gut gefüllt. Sie haben ca. 1500 Patienten pro Jahr. Ein neuer Assistent und eine Krankenschwester unterstützen Diam. Hauptsächlich werden Geburten und Impfungen durchgeführt und Krankheiten wie Erkältungen usw. behandelt.

Thiorock

In diesem Ort wurden von uns alle Klassen besucht. Es ist alles in Ordnung.

Louly Gang

Die Schule wurde besichtigt. Uns wurde vorgetragen, dass das Wasser des Brunnens nicht ausreichend sei. Da es sonst keine andere Wasserquelle gibt, wünschen sich die Dorfbewohner eine Wasserleitung. Vor Ort konnte das nicht entschieden werden. Direktor Jean-Paul Diglene Diome wünscht sich einen Fotokopierer, da er für jede Fotokopie nach MBour fahren muss.

Guitir

Das war baulich der beste Kindergarten. Eltern und Lehrer haben auf einem kleinen Acker Zwiebeln gepflanzt. Ihr Wunsch ist es, den Kindern 2-3-mal pro Woche ein Mittagessen zu geben. Der Kindergarten hat eine Solaranlage für einen Brunnen außerhalb des Kindergartens bekommen. Die ganze Dorfgemeinschaft kümmert sich um den Erhalt der Bauten.

Gania Bougou

Die Schulgemeinschaft will sehr gerne einen Garten anlegen und Gemüse anpflanzen. Der Brunnen hat kein Wasser. Außerhalb der Mauer verläuft eine Wasserleitung, diese Leitung möchten die Bewohner gerne in den Kindergarten verlegen.

Ndianda

Wir haben uns über den schöner Kindergarten sehr gefreut. Alle Klassen wurden besichtigt und die Stellvertreterin hat uns einen Obst- und Gemüsegarten mit einer Bewässerungsanlage gezeigt. Von dem Obst und Gemüse profitieren die Kinder und Lehrer.

Landwirtschaftliches Ausbildungszentrum Sandiara

Für die 14 männlichen Auszubildenden und 4 weibliche Auszubildende, die im Internat auf der Anlage leben, haben wir neue Bettlaken nähen lassen. Nach unserer Beobachtung benötigen die Schüler und Schülerinnen sinnvolle Tätigkeit in ihrer Freizeit z.B. Fernsehen, Fußballkicker, Fitnessgeräte etc.

Behindertenzentrum Tivaouane

Wir haben mit dem Leiter der Einrichtung Assis eine Reunion durchgeführt. Alles verlief problemlos. Wir haben die sog. „grüne Kasse“ (Ersparnisse) gezählt und als Anerkennung 40.000 CFA dazu gegeben. Assis hat mir seinen Jahresbericht mitgegeben. Die große Reunion fand nach Verzögerung im Beisein von Mbaye Ly und Mamadou Fall erfolgreich statt.

Marmeladenfabrik in Mbour

Neben Mamadou, Awa und Kumba sind zwei weitere Frauen hier beschäftigt. Abdu fährt öfter die bestellte Marmelade aus.

Allgemeines:

In allen Schulen und Kindergarten habe wir entweder Kreide, Papier, Fußbälle, oder Süßigkeiten und Kuchen mitgebracht. Alle Kindergärten und Schulen möchten gerne 2-3 wöchentlich eine Schulspeisung einrichten, leider fehlt das Geld dazu. Einige Spielgeräte müssen repariert werden.

Aufgabe der Erzieherinnen in den Kindergärten ist es, den Kindern früh die Amtssprache Französisch zu lehren. Mit Bauklötzen werden die Buchstaben nachgebildet, später an die Tafel geschrieben. Die Kinder lernen französische Lieder und Tänze. In den Pausen dürfen die Kleinen draußen spielen. Danach ruhen sich die Kinder auf den Matten oder den Tischen aus und die Lehrerin singt ein sanftes Lied. Diese Beobachtung hat uns sehr bereichert, da wir so etwas hier noch nie zuvor erlebt hatten.

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