Tätigkeitsbericht von Klemens Hamburger über die 54. Senegalreise vom 05. Mai bis 20. Mai 2018

in Begleitung von Sandra Steiner und ihrem Mann Volker Steiner.

Häuser Tripano: Auf das Dach von Haus 1 fiel ein Ast des großen Baumes, der eine große Gefahr für Dach und die durchlaufende Stromleitung darstellte. Eine Baumfällertruppe hat den Ast gekappt, ohne die Stromleitung zu beschädigen.

Schattendach von Haus 2: Nach Jahren zeigte das Strohschattendach starke Beschädigungen und musste erneuert werden. Bei den Mattenflechtern haben wir 44 neue Matten in Auftrag gegeben. Größe 2 Meter auf 1,80 Meter zum Preis von je 1 800 FCFA = 2,75 €. Am 12. 05. wurden die ersten fertigen Matten mit Pferdewagen geliefert. Volker, Diop und ich haben die ersten neuen Matten aufgelegt, um die Richtung anzugeben. Am nächsten Tag wurden die Matten mit Bindedraht befestigt. Die alten Matten wurden nach Mballing, gebracht, als Heizmaterial in der Fischräucherei eingesetzt. Die kleinen Reste vor Ort verbrannt.

Wasserversorgung Tripano:

Um die Wasserversorgung, der beiden Häuser zu sichern wurden zwei Fässer a 190 Liter und ein Tank von 1000 Litern installiert. Am Fass von Haus 1 war der Standplatz aus Holzbohlen defekt und teilweise durchgebrochen, sodass das Fass nicht mehr sicher stand und nach unten zu fallen drohte. Wir haben eine Betonplatte 1 X 1 Meter angefertigt. Gleichzeitig wurde das Fass gereinigt, der Flotteur(Schwimmerschalter) und die Antiretour(Rückschlagklappe) erneuert, sowie das Fass mit einem Eisenring neu befestigt.

Donnerstag 10. 05.

Auch im Senegal ist an Christi Himmelfahrt Feiertag. Viele Geschäfte, Schulen und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, auch im Behindertenzentrum, sind die Ateliers und Büros zu. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem Besuch im Naturpark Bandia. Mieten ein Auto und fahren mit einer Führerin durch den 15 000 Hektar großen Park. Wir sehen Giraffen, Affen, Zebras, Springböcke, Wasserbüffel, Nashörner und an einem kleinen See viele Krokodile. An einer kleinen Bar trinken wir zum Abschluss etwas, dabei springen die Affen über die Tische.

Fischräucherrei Joal: Mit Karim, dem Verantwortlichen für das Fischräuchereiprojekt der Behinderten, trafen wir uns am Geburtshaus des 1. Presidenten Senegal Leopold Sengor. Das Haus ist jetzt ein Museum. Wir fahren zum Fischräucherplatz. Leider gibt es zur Zeit nur wenige Fische, sodass nicht geräuchert werden kann, denn die wenigen Fische sind so teuer, dass das Räuchern unrentabel wäre. Auch auf dem gesamten großen Platz sind nur wenige Öfen in Betrieb, wir fahren zum Fischerreihafen, dem größten im Senegal. Nur wenige Pirogen kommen mit Fisch in den Hafen. Die Gerüche hier sind sehr gewöhnungsbedürftig. Wir verabschieden uns von Karim, er hofft, dass in den nächsten Wochen wieder mehr Fische gefangen werden, denn normal beschäftigen sie 15 bis 20 Leute.

Besuch in Tivaouane und Thiés:

Im Behinderten Zentrum läuft es gut, der Bau des neuen Kindergartens ist so gut wie fertig. Den Jahresabschluss des Kindergartens ergänzen wir mit 20 000 FCFA, ca 30 €. Wir besuchen das Exsistenzgründungsprojekt von Mata, einem gehbehinderten Mann. Sein Kiosk ist voll mit Waren, die er in kleinen Packungen verkauft. Dieses Projekt läuft sehr gut, weil Mata es versteht Einkauf und Verkauf richtig zu planen. Im Augenblick ist er nach Maroko gereist, um Schuhe einzukaufen. Man sagt in seinem Umfeld zu ihm: der kleinen Millionär.

Tivaouane am Kiosk von Mata.


Weiterfahrt zum Zentrum Thiés:

Der Direktor Ba Sy erwartet uns schon. Wir machen einen Rundgang durch das Zentrum, welches uns als sehr sauber erscheint. Erfreulich, dass das Dach des Hauptgebäudes umgebaut wurde und jetzt kein Wasser mehr eindringen kann. Als Zuschuss zur Stromrechnung zahlen wir 35 000 FCFA.

Schule Louly Ndia : 

Um die Schule liegt jede Menge weiser Plastik, mit dem Melonen und Tomaten auf den Feldern des Dorfes abgedeckt waren. Alle Reste hängen nun in den Zäunen. Der neue Schulleiter führt uns durch die einzelnen Klassen. Ersagt, er sei der Enkel unseres alten Fahrers Djbrill Ley. Unsere Überraschung ist übergroß. Er ist ein junger Mann, der schon länger hier als Lehrer tätig ist. Er fragt mich nach Anita, denn seine Klasse war nach ihr benannt worden. Der Name wurde überstrichen, aber man kann es noch erkennen.

Landwirtschaftliches Zentrum Sandiara :

Die Felder sind nur wenig bepflanzt, es gibt ein Zwiebelfeld und wenige Rettiche. Jacque sagt, es war zu heiß, um mehr zu pflanzen. Gut in Schuß sind Hühnerställe und die Rindermast.

Besuch in Gania Bougou:

Im Kindergarten ist nur eine Klasse anwesend, nur Lala ist da, der Leiter leider abwesend. Der neue Brunnen ist trocken.

Besuch im Kindergarten mit Vorschule in Guityr: Dieser Kindergarten ist gut besucht, alles ist sauber. Leider lässt sich der Laptop des Kindergartenleiters über die Solarzelle nicht aufladen und deshalb nicht betreiben, auch der Versuch über die Autobatterie war nicht möglich. Sene muss zum Aufladen nach Ndiaganau.

Zentrum in Mbour:

Bei unserer Ankunft war der Rollstuhl Basketball Platz, nur zuz Hälfte mit Farbe gestrichen, aber die Farbe war ausgegangen und kein Geld mehr da. Wir haben nach Rücksprache mit Doris Racké den Platz fertig stellen lassen.

Ein Problem entsteht durch den davor liegenden Fussballplatz von dem immer wieder Bälle über die Mauer fliegen. Mit Mbay Ly wurde abgesprochen, ein 2 Meter hohes Gitter auf die Mauer zu bauen. Auch das Eingangstor muss wieder eingebaut werden, sonst machen spielende Kinder den neuen Platz ganz schnell wieder kaputt.

Besuch Schule Liberte 1 : Die stellv. Schulleiterin führt uns durch die grosse Schule. Heute wird gerade der Fussballmeister der Schule ausgespielt. Jeder will gewinnen!

Diese große Schule erscheint uns in bester Ordnung zu sein.

Mit vier Tagen Verspätung sind wir am Pfingstmontag um 7:00 Uhr wieder in Frankfurt gelandet.

Klemens Hamburger Kuhardt, den 30. Mai 2018

Menü schließen