aktueller Bericht

Pressespiegel in chronologischer Reihenfolge

Unterstützung für Westafrika                                                                                                    Rheinpfalz 03.12.2011

 Trippstadt: Der Senegalhilfe-Verein hat bereits rund 100 Projekte angeschoben

Über fallende Zinsen und zurückgehende Spendenbereitschaft ist die Vorsitzende des Trippstadter Senegalhilfe-Vereins, Doris Racké, besorgt. Dennoch hofft sie, die Hilfsaktivitäten des Vereins weiterhin fortsetzen zu können. Das Stiftungskapital von 1,019 Millionen Euro mache sie zwar „froh und dankbar”, sagt sie. Dennoch müssen die rund 100 Initiativen in dem westafrikanischen Land, die über 25 Jahre hinweg angeschoben wurden und zum Teil schon gut laufen, am Leben gehalten werden. Mit regelmäßigen Besuchen im Senegal und Rundschreiben an die vielfältigen Unterstützer des Freundeskreises bittet Racké immer wieder um Spenden und erinnert an die Hilfsbedürftigkeit der Afrikaner. Eine erfreuliche Nachricht kam jetzt aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Es wurde grünes Licht für staatliche Zuschüsse gegeben. Noch im Oktober haben die Mitarbeiter vor Ort mit den Arbeiten zu drei Projekten begonnen: In Mbour wird die aus Stroh gebaute Schule ausgemustert. Stattdessen entsteht ein neues Gebäude mit sechs Klassenräumen, einem Lehrerzimmer und einer Toilettenanlage. In Ndianda wird die Vorschule um zwei Klassenzimmer erweitert, und in Peycouck entsteht eine gut ausgestattete Entbindungsstation. Gute Erfahrungen werden mit der Fotovoltaik-Anlage gemacht. Sie wurde im vergangenen Frühjahr auf dem Behindertenzentrum Mbour installiert. In einer Region, in der innerhalb von 24 Stunden oft nur vier Stunden lang Strom durch die öffentlichen Leitungsnetze fließt, komme es den Menschen „wie ein Wunder vor, wenn dank der Sonnenenergie Tag und Nacht Elektrizität vorhanden ist”, berichtet die Vereinsvorsitzende. Erfreulich seien auch die Fortschritte in der Weiterbildung der Erzieherinnen im Kindergarten Gania-Bougou, die durch die pädagogischen Fähigkeiten von Mitgliedern des Freundeskreises erlangt werden. Beachtung verdienen laut Doris Racké nicht zuletzt die Batikarbeiten, die in Existenzgründungsprojekten speziell für den weihnachtlichen Kulturmarkt hergestellt werden, der derzeit in der Lauterer Fruchthalle stattfindet. (ibr)

Nils erklärt: Republik Senegal

Das Land Senegal liegt an der Westküste von Afrika. Es ist ungefähr halb so groß wie Deutschland und hat deutlich weniger Einwohner. Aber anders bei uns, leben dort sehr viele junge Menschen und Kinder, jedoch kaum alte Leute. Denn die Menschen sterben dort viel früher als bei uns, kaum jemand wird älter als 60 Jahre. Viele sterben sogar schon als Baby oder Kleinkind. Denn es gibt nicht so viele Ärzte, Medikamente und Krankenhäuser, und es ist sehr viel heißer, so dass eine Krankheit, die für uns in Europa harmlos ist, für einen Menschen im Senegal tödlich enden kann. Die Menschen sind außerdem viel ärmer als die Deutschen. Zwei Drittel aller Menschen können nicht lesen und schreiben, da sie keine Schule besucht haben. Die Kinder müssen stattdessen einfache Arbeit erledigen und so Geld verdienen, damit die Familie genug zu essen hat. Doch ohne Schulbildung wiederum haben sie keine Chance auf einen Beruf mit höherem Einkommen. Gruppen wie der Senegalhilfe-Verein wollen den Menschen in Afrika helfen, indem sie dafür sorgen, dass mehr Kinder zur Schule gehen und mehr Menschen eine Ausbildung erhalten, damit sie mit ihrer Arbeit genug Geld verdienen. Außerdem baut der Verein Häuser für benachteiligte Menschen, zum Beispiel für Behinderte und Flüchtlinge, die aus dem Nachbarland vertrieben wurden und kein Heim haben. (gzi)

 

Rheinpfalz 05.12.2011

 

Trifelskurier 07.12.2011

 

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Lauftag am 29.09.2011

im

Bindersbacher Tal

5. – 10. Klassen des Trifels – Gymnasiums.

Schülerinnen und Schüler laufen zugunsten des Senegalhilfe – Vereins von Frau Racke.

Die unterschiedlich langen Strecken (4km / 1km) können so oft wie möglich umrundet werden. Zeit spielt keine Rolle – die gelaufenen Kilometer sind wichtig. Jeder Kilometer bringt über euere Sponsoren den Menschen im Senegal Hilfe.

Wir laufen für uns und andere

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Fünftklässler keltern Bio-Apfelsaft

Schüler des Trifels-Gymnasiums ernten schuleigene Streuobstwiese ab – Erlös für den Senegalhilfeverein

Lehrer Fritz Herrgen (rechts) gibt Anweisungen: Hannah (Zweite von links) und Lara füllen Äpfel in die Mühle. Foto: Iversen

Einen Vormittag lang haben sie das Klassenzimmer mit der schuleigenen Streuobstwiese und einer Garage zum Keltern auf dem Schulgelände getauscht: Die Mädchen und Jungen der Klasse 5c des Trifels-Gymnasiums in Annweiler haben Äpfel gesammelt, sie zu 150 Liter Apfelsaft verarbeitet, an ihre Eltern verkauft und den Erlös dem Senegalhilfeverein der Pfälzerin Doris Racké gespendet.

Um 8 Uhr morgens begannen die Fünftklässler, die von dem Lehrer Fritz Herrgen und dem Schulgärtner Andreas Kindler angeleitet wurden. Mit Körben sammelten sie Äpfel auf und schüttelten den Rest von den Bäumen. „Ein paar Mal bin ich dabei von Äpfeln getroffen worden, aber ansonsten war es ein schöner, wenn auch anstrengender Tag“, meinte Sophie Weißgerber lächelnd.

Mit Körben haben die Kinder ihre fünf Zentner schwere Ernte auf den Hänger eines kleinen Traktors geschüttet. Der Gärtner fuhr die Ladung zur Garage, wo er die einzelnen Arbeitsstationen bereits vorbereitet hatte. Kindler füllte die Äpfel in große Plastikkörbe mit Gittermuster, die die Kinder zu zweit annahmen und in Wasserbädern reinigten. An der Apfelmühle wurde es spannend. „Finger weg, sonst gibt’s Blutsuppe“, rief Herrgen, und die Schüler bemühten sich, die Äpfel von oben in die Mühle zu schütten, ohne dem Mahlwerk zu nahe zu kommen.

Während die Mädchen an Tischen die Flaschen zur Füllung und zum Etikettieren vorbereiteten, trugen die Jungen die Bottiche mit Apfelbrei zur Kelter. Sie gaben den Brei auf große Kunststofftücher, die eine Sackleinentextur aufwiesen und in einen etwa ein mal ein Meter großen Holzrahmen eingelassen waren. Die vier Ecken des Tuchs legten sie vorsichtig über dem Brei zusammen. Darauf schichteten die Schüler sechs weitere Lagen mit Apfelbrei. Diesen etwa 1,20 Meter hohen Turm schoben sie unter die Presse und betätigten sie mit Handkraft. Während Jan und Christian oben das Rad drehten und damit die Presskraft verstärkten, floss unten durch ein Rohr bereits der Apfelsaft in einen Bottich.

Die Mädchen füllten sich davon kleine Eimer voll ab, deren Inhalt sie durch Trichter in die vorbereiteten Glasflaschen füllten und mit Schraubverschlüssen versiegelten. Zum Abschluss klebten sie auf die Flaschen bunte Etiketten, die sie selber eine Woche zuvor im Kunstunterricht gemalt hatten. Für 1,50 Euro das Stück fanden am Mittag alle Flaschen begeisterte Abnehmer bei den Eltern der Fünftklässler. Weil drei Tage lang Bio-Apfelsaft hergestellt wurde, erhielt Doris Racké insgesamt rund 675 Euro für ihren Senegalhilfeverein. dob

 
 

 

 

 

 

Rheinpfalz: 22.03.1999 

"Entwicklungshilfe mit Leib und Seele"

Veranstaltung des Senegalhilfe-Vereins in der Kleinen Kirche mit Musik und viel Information

h Ausführungen über die ethische Herausforderung der Entwicklungshilfe sowie ihr Beitrag zum Frieden zwischen Nord und Süd prägten die Veranstaltung des Senegalhilfe-Vereins Trippstadt am Samstag in der vollbesetzten kleinen Kirche. Einfühlsame Orgelmusik, Gesang, Gedichte und eindringliche Reden setzten Akzente. Auch eine Fotoausstellung über Senegal wurde eröffnet.

Nach einer Orgelimprovisation von Kantor Helmut Freitag stellte Doris Racke, Vorsitzende des Senegalhilfe-Vereins, die Zielvorstellungen des Vereins heraus. Mit der fünften öffentlichen Veranstaltung solle dazu beigetragen werden, ein Bild über das Leben der Menschen, ihre Kultur, Tradition und Denkweise, aber auch über die politischen und sozialen Verhältnisse entstehen zu lassen.

Ihr besonderer Gruß galt Kirchenpräsident Eberhard Cherdron und dem Präsidenten der Toradia-Kirche in Sulawesi in Indonesien, Isaak Lambe.

Beigeordneter Arne Oekkinghaus dankte Doris Racke und ihrem Team für den selbstlosen Einsatz. Er bat den Botschafter der Republik Senegal in Deutschland, General Mohamadou Keita, sich ins Goldene Buch der Stadt Kaiserslautern einzutragen.

Botschafter Keita sagte in seiner Ansprache, die Förderung des Friedens zwischen den Ländern des Nordens und des Südens werde in den Projekten des Senegalhilfe-Vereins beispielhaft verwirklicht. Die Menschen kämen einander im Zeitalter der Globalisierung nur dann näher, wenn sie sich der Politik des Gebens und Nehmens verpflichtet fühlten. jener Politik, die dem ersten Präsidenten von Senegal, Léopold Sédar Senghor, so am Herzen gelegen habe. Frieden, Entwicklung und Dialog gehörten zu den größten Herausforderungen des nächsten Jahrhunderts.

Dekan i. R. Karl Heinrich Beck war es aufgegeben, eine Brücke zu schlagen zu Senghor, der als Dichter und Philosoph afrikanisches Bewusstsein geprägt hat und auch tief in die geistige europäische Kultur eingedrungen ist. Becks Anmerkungen zum Leben und Denken Senghors mündeten in durch Musik interpretierte Gedichtvorträge, die der Freude am Leben Ausdruck verliehen, Formen der Angst darstellten, die Kindheit des Dichters plastisch machten und die Werke Gottes verdeutlichten, Sigrid Dege, Andrea Diehl und Michaela Grochulski verliehen den Gedichten Ausdruck und wirkten auch als Gesangs- und Akkordeon –Interpreten.

Im Vortrag von Landesbischof i. R. Klaus Engelhardt nahm ebenfalls der Schriftsteller Senghor großen Raum ein. Engelhardts Rede basierte auf dem Thema Entwicklungshilfe: Herausforderung zum Frieden in der Einen Welt'. Eine Welt sei keine Einheitskultur, sagte er. Sie fordere darin zum Frieden heraus, wenn man die Fremdheit gelten lasse, die einem bei Menschen anderer Rassen und Kulturen begegne. "Entwicklungshilfe mit Leib und Seele sehen Sie am Wirken des Senegalhilfe-Vereins", betonte er. Mit jedem Hilfsprojekt leuchteten Friedensspuren mitten in einer vielen friedlos erlebten Welt auf. Die Fotoausstellung über Senegal wurde von der zweiten Vorsitzen Ursula Jung eröffnet. Gezeigt wer Fotografien von Annelene Sonntag Sie hat Behindertenzentren, Schulen Kindergärten, Krankenstationen und Menschen fotografiert. (mü)

- Die Fotoausstellung über Senegal der Alten Eintracht ist montags 8 - 13 Uhr, dienstags und freitags von 8 - 20 Uhr mittwochs und donnerstags von 8-17 Uhr geöffnet.

Ideale der Freundschaft und der Brüderlichkeit

Trippstadt/Kaiserslautern: Botschafter Mhamadou Keita würdigt die Arbeit des Senegalhilfe-Vereins.

Großen Zuspruch hat am Samstag die Festveranstaltung des Trippstadter Senegalhilfe-Vereins zum 15-jährigen Bestehen in der Alten Eintracht in Kaiserslautern gefunden.

Die Vorsitzende Doris Racke stellte in ihrer Begrüßungsansprache die Frage in den Mittelpunkt, wie die außergewöhnlichen Belastungen des Vereins in der kommenden Zeit bewältigt werden könnten. Dazu zählen laut Racke größere Renovierungsarbeiten in den vom Verein errichteten Gebäuden in Senegal, ferner Umbau- und Erweiterungsprojekte sowie Investitionen in den Werkstätten. Man habe deshalb nach einer vom Verein unabhängigen Finanzierungsmöglichkeit gesucht und die Senegalhilfe-Stiftung gegründet, so Racke.

Als "Bilanz der Großzügigkeit" fasste General Moharnadou Keita, der Botschafter der Republik Senegal Deutschland, das Wirken des Trippstadter Vereins zusammen. Seit Doris und Dieter Racké dem Senegal begegnet seien, hätten sie sich unentwegt, den hilfsbedürftigsten und verletzlichsten Bevölkerungsschichten gewidmet, sagte der Botschafter. Zahlreiche Projekte, die ein Volumen von mehr als vier Millionen Mark erreichten, seien durchgeführt worden. Keita würdigte das kontinuierliche Engagement für die hohen ideale der Freundschaft, der Brüderlichkeit und der Solidarität, die allen Handlungen des Senegalhilfe-Vereins zu Grunde lägen.

Als eine von christlichem Geist bewegte, segensreiche Tätigkeit« bezeichnete auch der protestantische Kirchenpräsident Eberhard Cherdron das Wirken des Vereins. Eine unglaubliche Vielfalt an Leistungen sei erbracht worden, betonte Landrat Rolf Künne. Ebenso rühmte Inge Niemeyer vom Verband Deutscher Altpfadfindergilden die vorbildliche Hilfe zur Selbsthilfe, die der Verein praktiziere.  

„Senegal, ein Land mit Vergangenheit und Zukunft“ war der Titel eines Vortrags von der Bonner Botschaftsrätin Coura Bä. Die wesentlichen Stationen der bisherigen Arbeit des Senegalhilfe-Vereins listete Mamadou Fall, Direktor des Behindertenzentrums in Mbour, in seinem Bericht auf. Insgesamt sind nahezu 6o Hilfsprojekte in der Festschrift aufgeführt, die zum Jubiläum vom Verein herausgegeben wurde. (mü)

Deutsch-afrikanisches Treffen im Trippstadter Senegalhilfe-Verein: von links Coura Ba, Doris Racke, Mamabou Fall und der Botschafter der Republik Senegal, General Mohamadou Keita