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Senegalhilfe-Verein e. V.                                                                                                                 Trippstadt,im November 2011

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

endlich ist es so weit! Nach intensiven Vorbereitungen und bei nicht ganz einfacher Beantragung der staatlichen Zuschüsse hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) grünes Licht gegeben. Noch im Oktober haben unsere Mitarbeiter in Senegal mit den Arbeiten zu den 3 Projekten begonnen, über deren Planung ich bereits berichtet hatte. So wird also in Mbour eine Schule mit sechs Klassenräumen, einem Lehrerzimmer und einem Toilettenblock entstehen und die alte aus Stroh gebaute Schule ersetzen. In Ndianda wird die Vorschule um zwei Klassenzimmer erweitert, und in Peycouck herrscht große Freude, dass nun eine neue, gut ausgestattete Entbindungsstation gebaut werden kann. In der Hauptsache war Cordula Maier mit der Vorbereitung und der Antragstellung dieser Projekte befasst. Sie hat dazu manchmal gute Nerven gebraucht. Ich bin gespannt, wie weit die Arbeiten gediehen sind, wenn ich im Januar 2012 mit neun Teilnehmern  zum nächsten Arbeitsaufenthalt nach Senegal komme.

Inzwischen hat Ursula Jung, begleitet von Elli Senol und Annika Kühnle, ihre Herbstreise nach Senegal hinter sich, bei der sie wieder intensiv alle Fragen der Patenschaften bearbeiten konnte und schöne Batikarbeiten für den weihnachtlichen Kulturmarkt in Kaiserslautern herstellen ließ. Zur Zeit befinden sich Klemens und Anita Hamburger mit der Bremerin Karin Brauer in Mbour. Klemens Hamburger kümmert sich schwerpunktmäßig um die Existenzgründungsprojekte und hilft, wo Probleme zu lösen sind, während seine Frau Batikarbeiten in Auftrag gibt, die dann in prall gefüllten Koffern in die Pfalz zurückgehen. Karin Brauer wird mit ihren pädagogischen Fähigkeiten im Kindergarten in Gania-Bougou für die Fortbildung der dortigen Erzieherinnen sorgen. So finden alle die Aufgaben, die ihren Fähigkeiten entsprechen, und entdecken auch immer wieder, wie schön es ist, wenn man lernfähig bleibt.

Eine gute und besonders erfreuliche Nachricht hat uns aus dem Behindertenzentrum in Mbour erreicht. Mamadou Fall, der Direktor des Zentrums, berichtet uns über die ersten Erfahrungen mit der im Frühjahr installierten Fotovoltaikanlage. In einer Region, in der während eines 24 - Stunden Tages oft nur 4 Stunden Strom durch die öffentlichen Leitungen geht, kommt es den Menschen wie ein Wunder vor, wenn dank der Sonnenenergie Tag und Nacht Elektrizität vorhanden ist. Natürlich müssen von den eingesparten Stromkosten auch neue Batterien gekauft werden. Die Erfahrungen mit der Fotovoltaik - Anlage in Mbour ermutigen uns, über die weitere Nutzung der Sonnenenergie in unseren Projekten nachzudenken und dazu konkrete Pläne zu entwickeln. Wir hoffen, dass wir damit ein kleines Beispiel geben können, dass die Umsetzung der Sonnenenergie für die Entwicklung des Landes und die Zukunft der Menschen von entscheidender Bedeutung sein wird.

Wie immer wiederbestätigt wird, ist der Rundbrief, den wir seit Bestehen des Senegalhilfe - Vereins regelmäßig an unseren Freundeskreis mit zur Zeit 2200 Exemplaren verschicken, ein bewährtes Mittel, Ihnen Informationen aus unserer Arbeit zukommen zu lassen und auf diese Weise mit Ihnen Kontakt aufzunehmen und zu halten. Eine andere Form der Kommunikation sind die öffentlichen Veranstaltungen, die wir schon seit 21 Jahren durchführen. Sie geben Gelegenheit zum Kennenlernen, zur Begegnung - auch mit senegalesischen Gästen - und zur Information. Heute möchte ich Sie herzlich bitten, in Ihrem Kalender folgenden Termin vorzumerken:

Öffentliche Veranstaltung des Senegalhilfe - Vereins e.V. am Samstag, 28.April 2012, 11 Uhr, im Prot. Gemeindezentrum Alte Eintracht in Kaiserslautern (mit Mittagessen und Kaffeetrinken) - Als Gastredner haben wir den ehemaligen Botschafter der Republik Senegal in Deutschland, General Mohamadou Keita, Dakar, gewonnen. Am Nachmittag unseres Treffens werde ich Einblicke in die verschiedenen Bereiche unserer Arbeit in Senegal, natürlich mit Bildern, geben.

Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich Ihnen wieder einmal etwas ausführlicher über die Senegalhilfe-Stiftung berichte. „Helfen über den Tag hinaus“  - das war die Zielsetzung, unter der wir im Jahr 2ooo die Stiftung gegründet haben. Wir dachten dabei an die Zukunft der größeren Projekte, die wir in Senegal bis dahin geschaffen hatten. Es war uns von Anfang an klar, dass die Behindertenzentren, das Flüchtlingsdorf Louly-Ndia mit seinen Einrichtungen und das Landwirtschaftliche Ausbildungszentrum in Sandiara für den laufenden Bedarf zwar einigermaßen wirtschaftlich arbeiten, aber keine Gewinne erzielen können. Sie sind überfordert, wenn größere Renovierungs- und Baumaßnahmen oder höhere Investitionen für die Neuanschaffung von Maschinen und Geräten erforderlich sind. Mit der Senegalhilfe-Stiftung möchten wir eine langfristige finanzielle Absicherung der Projekte des Senegalhilfe-Vereins e.V. schaffen. Heute sind wir froh und dankbar, dass wir in dem Freundeskreis für unsere Idee so viel Unterstützung erhalten haben. Das Stiftungskapital beträgt am 06. September 2011 insgesamt 1.019.129,88 EURO.

Unsere Stiftung wurde mit größeren und kleineren Zustiftungen bedacht und auch bei Familienfesten oder in Vermächtnissen nicht vergessen. Es gibt zwei Gründe, weshalb wir darum bitten, unsere Bemühungen um weitere Aufstockung des Stiftungskapitals zu unterstützen: Unsere Aufgaben in den Projekten sind weiter gewachsen, während die Zinsen in Deutschland spürbar zurückgegangen sind. Dennoch ist es erfreulich, dass auch jetzt schon die größeren Projekte von der Stiftung finanziell gefördert werden. Nach dem deutschen Stiftungsrecht ist die Senegalhilfe-Stiftung verpflichtet, zwei Drittel der jährlichen Zinserträge für Aufgaben im Rahmen des Stiftungszweckes zur Verfügung zu stellen. Die Senegalhilfe-Stiftung tut dies in enger Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation „Aide pour le Sénégal“.

So sehr ich mich freue über die Entwicklung der Senegalhilfe - Stiftung, mache ich mir doch einige Sorgen über die leicht zurückgegangenen Spenden des Senegalhilfe - Vereins. Dabei spielen vermutlich die akuten wirtschaftlichen Probleme eine Rolle. Andererseits haben gerade auch die Hungerkatastrophen in Afrika bei uns eine große Hilfsbereitschaft gefunden.

Das ist gut so. Aber ich hoffe auf ihr Verständnis, wenn ich an unsere Aufgaben in Senegal erinnere, die nicht geringer geworden sind und ohne Ihre freundliche Unterstützung nicht finanziert werden können So komme ich eben am Ende dieses Jahres wieder mit der großen Bitte zu Ihnen, auch weiterhin an unserer Seite zu stehen und uns mit Ihrer Hilfe zu begleiten.

Ich grüße Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen und allen, die Ihnen nahe stehen, eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

 

Ihre

 

 

 

Konten des Senegalhilfe-Vereins e. V.   Hauptstr. 93  67705 Trippstadt 

Konto Nr. 1967  67- 676  Postbank  Ludwigshafen  BLZ 545 100 67

Konto Nr. 922 229   Kreissparkasse Kaiserslautern  BLZ 540 502 20         

Online:  http://www.Senegalhilfe-Verein.de

 

Information zur Senegalhilfe-Stiftung:

Das Stiftungskapital beträgt am 1. November 2010 rund   1 034 000,00 Euro.

Konto Nr. 222 77 Kreissparkasse Kaiserslautern  BLZ 540 502 20

Alle Spenden für die Stiftung werden im Sinne von Zustiftungen dem Stiftungskapital zugeführt.

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