Trippstadt, im Juni 2017

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

seit 32 Jahren geschieht es zum ersten Mal, dass ich in diesem Jahr nur eine Reise nach Senegal zurücklegen werde. Auch wenn das für mich ganz und gar ungewohnt ist, bin ich froh und dankbar, dass die Feier meines 80. Geburtstages dazu den Anstoß gegeben hat. Gerne schaue ich heute noch auf dieses große und schöne Fest am 24. April in der Kleinen Kirche und in der Alten Eintracht in Kaiserslautern zurück. Auch dieses Mal wurde unsere Arbeit in Senegal durch die beiden hauptverantwortlichen Mitarbeiter Mr. Mbaye Ly und Mr. Mamadou Fall vertreten. Sie konnten mit vielen Gästen sprechen und auch bei Fragen über unsere Projekte berichten. Da sie zusammen mit General Keita noch einige Tage in Trippstadt verbrachten, hatten wir genügend Zeit, über die Fortführung der Projekte und weitere Planungen ausführlich zu sprechen. Dabei bestätigten die Freunde meine Beobachtungen, dass in den Einrichtungen geordnet und engagiert gearbeitet wird. Auch auftretende Probleme werden, von Ausnahmen abgesehen, vor Ort von ihnen selbst gelöst. Die Behindertenzentren, die Krankenstationen, die Marmeladeproduktion und das Landwirtschaftliche Ausbildungszentrum arbeiten schon lange sehr selbständig und haben dabei weiterführende Erfahrungen gesammelt. Auch im Bereich der humanitären Hilfe für sozialschwache Familien geht alles seinen guten Weg. Wenn der Rundbrief in Ihre Hände kommt, werden Ursula Jung, Rita und Annika Kühle von ihrem derzeitigen Arbeitsaufenthalt in Senegal zurück sein und verschiedene Projekte besucht haben. Im Übrigen haben wir uns in den letzten vier Jahren vorrangig mit dem Bau und der Einrichtung von Schulen und Kindergärten befasst, die keine inhaltliche Arbeit von uns verlangen. Insgesamt stellt sich also die Lage der Projekte in Senegal so dar, dass für mich eine zweite Reise in diesem Jahr nicht erforderlich ist. Darin wird auch wohl deutlich, dass wir mit unseren Projekten dem Ziel näher kommen "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben. Je weniger unsere Mitarbeiter unsere Hilfe in den Einrichtungen brauchen, umso sicherer wissen wir, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Aber ich möchte nicht verschweigen: es sind auch ganz persönliche Gründe, die mir das Leben erleichtern, wenn mir in diesem Jahr ein weiterer Arbeitsaufenthalt in Senegal erspart bleibt. Mein Mann hat sich zwar nach einer schweren Operation im vergangenen Jahr gut erholt, aber er bedarf dennoch viel mehr als sonst meiner Anwesenheit und Betreuung. Deshalb bin ich froh, wenn ich an seiner Seite sein kann, zumal er selbst sehr für Senegal engagiert war. Für das Jahr 2018 haben wir wieder mehrere Projekte geplant, darunter den Bau von zwei Schulen und die Erweiterung einer Schule in Mbour, sowie den Bau eines weiteren Klassenzimmers im Kindergarten Ndianda. Die Mitteilung in unserem letzten Rundbrief, dass wir für 5 Schneider und 2 Schuhmacher, die im Behindertenzentrum in Mbour ihre Lehre abgeschlossen haben, Existenzgründungen errichten wollen, hat ein positives Echo gefunden. So können wir drei bis vier Existenzgründungen schaffen und damit Plätze im Internat frei bekommen. Gespannt warten wir auf den Abschluss der Arbeiten im Schulgelände von Louly-Gang. Der Brunnen ist gegraben und wird nun mit einer Pumpe, die mit Sonnenenergie betrieben wird, das kostbare Wasser zu Tage fördern. Es war mein Wunsch, die Feier meines 80. Geburtstages mit einer öffentlichen Ver-anstaltung des Senegalhilfe-Vereins zu verbinden. Ich möchte auch an dieser Stelle allen herzlich danken, die zur Gestaltung dieses Festtages beigetragen haben und mit ihrer Spende zusätzlich unsere Arbeit in Senegal unterstützt haben. In freundlicher und dankbarer Verbundenheit grüßt Sie

Ihre 


Senegalhilfe-Stiftung Konto Nr. 222 77  BLZ 540 502 20 Kreissparkasse Kaiserslautern     IBAN: DE25 5405 0220 0000 0222 77
Senegalhilfe-Verein e. V.  Konto Nr. 922 229 BLZ 502 20  Kreissparkasse Kaiserslautern     IBAN: DE15 5405 0220 0000 9222 29